Mittwoch, 6. August 2014
Dienstag, 5. August 2014
es hed ein Uhr
gschlage, ein Ansichtskarten schreibendes kleines
Ungeheuer/Monstrum, schreibt der lieben Mutti Karten nach Hause und beklagt
sich über das Essen, der Frass sei schauerhaft, amore, er
ist so groß und mager, dass die Zeitgenossen ihm den Spitznamen Pietje de
Dood, Gevatter Tod, geben, would you zip her up, Eugène
Isabey, Die Versuchung des heiligen Antonius, 1887 wurde ihm von der
Wäscherin Augustine Dupin der Sohn Hector geboren, 1889 ging er eine wenig
glückliche Ehe mit der Uhrmacherstochter Bertha Stucki ein, die 1891 geschieden
wurde,
nei, das ist übertrieben, es
kann alles, was hier gekocht wird, auf der mustergültig gebauten Kochstelle,
sehr gut gegessen werden, es ist einfach nicht ganz so gut wie bei Mutti, aber
essbar ist es, und wer das nicht einsieht, muss einfach noch ein wenig erzogen
werden, abgehärtet, am frühen Morgen auf den nassen Jurawiesen herumgehetzt, weißt du, Félicien Rops, Die Versuchung des heiligen
Antonius, keine Nation kann einen Anspruch auf Kunst machen, welche ihre
Kinder der Natur überläßt und sich nicht sorgfältig bemühet, den jungen Seelen
diejenige Bildung zu geben, welche das höchste allgemeine Beste erfordert, ein Uhr gschlage,
das ist, nebenbei gesagt,
unser grösster Schmerz, dass wir nicht zu diesen vom Schicksal bevorzugten Menschen
gehören, dass wir nur hören von ihnen, nur lesen, dass wir zu den Gefesselten
gehören, den Geknebelten, den Galeerensklaven, und dass wir dies genau sehen
und wissen, im Unterschied zu den bewusstlosen Milliarden, denen es ebenso geht,
veni Vreni, Hans Thoma, Bildnis Ida Müller, geb. Scholderer,
Wilhelm Maria Hubertus Leibl, Älterer Bauer und junges Mädchen, das
ungleiche Paar, auch Lucas Cranach d. Ä. hat es gemalt,
Das ungleiche Paar, Wassily Kandinsky
besucht ihn, vnd sprach zu mir, barfuss natürlich, da muss man dann eben gut
auf die vielen Disteln aufpassen, wer nicht gut aufpasst, der wird dann gehörig
gestochen und gezwickt, also rennen, den anderen nach, den Grossen nach, und
immer aufpassen, da kann er an nichts anderes denken, da besteht seine Welt aus
Disteln und miserablem Essen, das er mit seiner Gamelle fasst, santo
crisma dell'anima, wohin lassen wir es
kommen, was hast du vernommen, Ungelehrte stehen auf und reißen das Himmelreich
an sich, und siehe da, wir mit unserer Gelehrsamkeit,
wir wälzen uns in Fleisch
und Blut herum, oder schämen wir uns, ihnen nachzufolgen, weil sie
vorangegangen sind, sollen wir uns nicht lieber schämen, wenn wir ihnen nicht
wenigstens nachfolgen, wieviel
Sterne stehen, langsam kommen wir
voran, im stockenden Verkehr, mit dem Stadtplan suchen wir den Weg, am Ende
sehen wir das Hotel, allerdings in einer Einbahnstrasse, in die wir nicht
hineinfahren können, Fürchte dich nicht, bisch
am Meendig dah, Percussion, bisch am Zihschtig dah, Que Sera Sera, und Albrecht
Dürer, The Ill-Matched Couple, wir denken an unser Räuberbuch, wann
werden wir dieses sehr wichtige Buch schreiben,
Samstag, 2. August 2014
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